Das alte Schwesternwohnheim kannte ich bisher nur von unten. Meine Wege haben mich in der Vergangenheit noch nicht nach oben geführt. Aber jetzt habe ich es mal geschafft und bin erstaunt, wie groß das Gebäude ist. Und die Treppe zum Krankenhaus ist immer noch abgesperrt.
Mein letzter Stand ist, dass die Klinik das Gebäude der Stadt zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung gestellt hat. Sind schon Personen eingezogen? Keine Ahnung. Aber die Nachbarn sind ja wachsam (der Aufkleber klebt direkt an einer Laterne vor der Mauer des Schwesternwohnheims). Sicherlich eine gute Initiative mit ehrenvollen Absichten und keinerlei Verbindung zu der aktuellen Flüchtlingssituation. Wirkt in den heutigen Tagen von merkwürdigen Bürgerwehren, AFD und ähnliches aber etwas befremdlich. Und wenn ich ehrlich bin, das Bild des wachsamen Nachbarn mit einem Kissen unter den Armen am offenen Fenster ... ist wie ein Ohrwurm. Geht nicht wieder weg.