Sonntagslektüre: ein kleiner lesenswerter Beitrag von Herrn Möller im MARKT vom 11. Juni 2016. Interessanter Artikel. Zwei Punkte sind mir besonders aufgefallen. Zum einen fühlt sich Herr Möller im Wahlkampf benachteiligt, da Herr Lembke Werbung mit seiner Parteilosigkeit macht. Allerdings macht Herr Feldmann ja auch Werbung damit, dass es große Vorteile hat, Kandidat einer Partei zu sein (siehe z.B. Facebook-Eintrag vom 31. Mai 2016 um 12:20 Uhr). Was denn nun? Es hat doch beides seine Vor- und Nachteile, und diese sollten dargestellt werden.
Zum anderen dieser Vergleich: Zitat: "Kommunalpolitik hat er [Jörg Feldmann] zehn Jahre im Stormarner Kreistag betrieben - was soll also der Quatsch mit "Politzigeuner" und "Berlin"? Der andere hat im Kosovo gearbeitet, daraus ließen sich genauso unsinnige Ableitungen konstruieren!" Was mit "Berlin" gemeint ist, entzieht sich meiner Kenntnis. "Politzigeuner" ist eine ziemliche Beleidigung, diese Wortwahl muss nicht sein, spielt aber sicherlich unter anderem auf den Versuch von Herrn Feldmann an, 2011 Bürgermeister in Süddeutschland zu werden. Aber dass sich aus einem Einsatz der Vereinten Nationen im Kosovo ähnliche Ableitungen konstruieren lassen, halte ich doch für sehr fragwürdig.
Für mich klingt der ganze Beitrag nach "alle sind unfair zu uns" und "keiner hat uns lieb". Aber bildet euch bitte eine eigene Meinung.
Und vor allem: geht zur Wahl! Bitte! Eine Wahlbeteiligung unter 50%, ist mehr als peinlich. Auch wer keinen der beiden Kandidaten wählen möchte, kann dieses mit der Abgabe eines ungültigen Stimmzettel demonstrieren.

